Bahnhaltepunkt Jaderberg

Eröffnung des Bahnhaltepunktes in Jaderberg rückt näher

Minister Olaf Lies und beteiligte Institutionen treiben die konkrete Planungen voran

Dem Wunsch der Bevölkerung in der Gemeinde Jade nach Wiedereröffnung einer Bahnhaltestelle in Jaderberg hat sich die DB-Netz (Deutsche Bahn) jahrelang wiedersetzt. Beim Ausbau der Bahnstrecke in den vergangenen Jahren wurden Fakten seitens der Bahn geschaffen die jetzt zu enormen Mehrkosten führen wenn die Variante 1 (südlich der Raiffeisenstraße – Richtung Rastederberg) realisiert werden soll. Die Weiche kurz vor dem Bahnübergang einschließlich der Signaltechnik muss verlegt werden. Die Betonmasten für die geplante elektrische Oberleitung stehen auf dem geplanten Bahnsteig im Weg. Die Landesnahverkehrsgesellschaft stand dem Wunsch der Bevölkerung nach einer Haltestelle Jahrelang misstrauisch gegenüber. Erst mit dem Regierungswechsel Anfang 2013 in Hannover und der Übernahme des Wirtschaftsministeriums durch Olaf Lies fand ein Umdenken seitens der Nahverkehrsgesellschaft statt. Bei der Variante 1 würde der Bahnübergang bei einem halten des Zuges in Jaderberg bis zu viereinhalb Minuten geschlossen sein. Ein Rückstau auf der Raiffeisenstraße bis zur Kreuzung Tiergarten-, Vareler Straße wäre dann unvermeidlich und für die motorisierten Verkehrsteilnehmer ärgerlich.

Der moorige Untergrund im Bereich der Raiffeisenstraße erfordert höhere Ausgaben für die Gründung bzw. Bodenaustausch für den neu zu errichten den PKW-Parkplatz einschließlich Fahrradstand und Nebenanlagen. Der Einmündungsbereich des „Alten Moorstrich“ muss vermutlich verlegt werden. Für die Variante 1 spricht die Nähe zum Ortskern. Die Ausbauvarianten 2 und 3 (Verlegung des Bahnsteiges auf der gegenüberliegenden Seite) unterscheiden sich nur unwesentlich von der Variante 1

Bei Variante 4 nördlich bzw. südlich des Bahnüberganges an der Vareler Straße sind keine Umbaumaßnahmen am Gleiskörper erforderlich, was die Kosten für alle Beteiligten erheblich reduziert. Durch das geringere Verkehrsaufkommen reduziert sich der Rückstau der Straßengebundenen Verkehrsteilnehmer. An der Vareler Straße kann auf einen belastbaren Untergrund gebaut werden. Bahnreisende müssten allerdings eine etwas weitere Anfahrt in Kauf nehmen.  Die Gesamtbaukosten sind bei der Variante 4 am geringsten. Der Anteil der Gemeinde Jade verringert sich um bis zu 250.000 Euro Investitionskosten. Bedingt dadurch, dass die DB-Netzt einen erheblichen Vorlauf für die Planungen braucht und der Tatsache, dass die Personenbeförderung von der Nord-West-Bahn durchgeführt wird, wird die Realisierung der Variante 1 frühestens in 5 Jahren umgesetzt werden können.   

Die für kaum für möglich gehaltenen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen wie z.B. die Energiewende und die Flüchtlingssituation können auch in Zukunft dazu führen, dass sich die Prioritäten, siehe Bundesverkehrswegeplan, verändern. Eine Terminver-schiebung nach hinten sehen die Sozialdemokraten in Jade sehr skeptisch. „Wir wollen den Bahnhaltepunkt so schnell wie möglich weil es einen erheblicher Mehrwert für die Bevölkerung gibt“ so der Fraktionsvorsitzende Johan Scholtalbers. Dass, der neue Bahn-haltepunkt von den Buslinien bedient wird, ist bei den Absprachen zu berücksichtigen.

 

Die SPD in Jade gibt der Variante 4 den Vorzug weil, nach Aussage von Wirtschaftsminister Olaf Lies der erste Spatenstich 2017 erfolgen kann. Die ersten Fahrgäste können dann mit dem Fahrplanwechsel 2018 in die Nord- West- Bahn im neuen Bahnhaltepunkt in Jaderberg ein- und aussteigen.

Bei einem gemeinsamen Termin, der im Landtag vertretenden Fraktionen, Vertreter der Landesnahverkehrsgesellschaft und des Planungsbüros im Wirtschaftsministerium zu der, Minister Olaf Lies eingeladen hatte, wurde der schnellere Zeitplan eindeutig favorisiert. Die SPD in Jade ist sich der Unterstützung ihrer Landtagsabgeordneten Karin Logemann und Minister Lies sicher.    

 
 

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