Über Matthias Groote


Quelle: Europäisches Parlament

Matthias Groote ist seit 2005 Mitglied des Europäischen Parlaments und seit 2012 Vorsitzender des Umweltausschusses.

Im Interview mit SPD.de verrät er, was er sich von der Europawahl am 25. Mai erhofft und erklärt, warum die Wählerinnen und Wähler ihre Stimme der SPD geben sollten.

SPD.de: Am 25. Mai sind Europawahlen. Was steht denn bei der Wahl auf dem Spiel?

Matthias Groote: Es geht um eine Richtungsentscheidung: Wo wollen wir mit Europa hin? Wollen wir den Kurs der Sparpolitik ohne wirtschaftliche Impulse fortführen oder wollen wir neue Arbeitsplätze schaffen und alte sichern? Die SPD steht für Letzteres.

SPD.de: Wir werden auch genauer hinsehen: Was sollte besser auf nationaler Ebene und was auf europäischer gelöst werden?

Matthias Groote: Zum Beispiel die Energiewende: Wir brauchen eine europäische Energiewende, auf nationaler Ebene können wir das nicht lösen. Eine europäische Energiewende werden wir aber nicht mit den laschen C02-Zielen der liberal-konservativen Kommission erreichen. Es geht also um einen Politikwechsel in der Europäischen Kommission und im Europäischen Parlament.

SPD.de: Und warum sollten die Wählerinnen und Wähler bei der Europawahl der SPD ihre Stimme geben?

Matthias Groote: Die SPD wird sich dafür einsetzen, dass es eine bessere Verteilung der Lasten gibt. Zudem haben wir die besseren Innovationskonzepte für unsere zukünftige Wirtschaft. Ich persönlich setze mich zum Beispiel dafür ein, dass Steuergelder nicht länger in Abenteuer wie die CO2-Abscheidung und -speicherung (CCS) gesteckt werden, sondern in Erneuerbare Energien. Hier können wir gerade im Mittelstand und im Handwerk neue Jobs schaffen.

SPD.de: Wofür machst du Dich persönlich im Europawahlkampf stark? Du bist im Umwelt- und im Industrieausschuss tätig – dass klingt erst einmal nach einem Widerspruch ...

Matthias Groote: Ich setze mich für eine ökologische Industriepolitik ein und spiele nicht das eine gegen das andere aus. Im Gegenteil: Eine moderne Industriepolitik berücksichtigt auch soziale Folgen. Hierfür sind klare Rahmenbedingungen sowie eine gewisse Planbarkeit für die Industrie notwendig. Beides war unter der bisherigen Regierung nicht gegeben. Auch ist eine noch intensivere Klimadiplomatie notwendig, um dem Kampf gegen den Klimawandel mehr Nachdruck zu verleihen.

SPD.de: Die SPD wird mit Martin Schulz als SPD-Spitzenkandidat in die Europawahl gehen. Kennst du Martin persönlich und warum hältst du ihn für den geeigneten Kommissionspräsidenten?

Matthias Groote: Klar kenne ich Martin persönlich! Martin hat ein Gespür für die Menschen und was sie denken. Das ist genau das, was der zukünftige Kommissionspräsident braucht! Das hilft uns, richtige Entscheidungen zu treffen. Zudem will er sich um das wichtige Thema Jugendarbeitslosigkeit kümmern und da richtig was bewegen. Kurzum: Er ist meiner Meinung nach der richtige Kapitän, um das Schiff Europa aus der Krise zu lenken.

SPD.de: Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag des Europaabgeordneten Matthias Groote aus?

Matthias Groote: Der beginnt morgens um acht und hört abends um 22 Uhr auf, wenn ich hier in Brüssel bin. Dazwischen haben wir Fraktionssitzungen oder Ausschusssitzungen – ich bin ja der Chef vom Umweltausschuss, das ist mit 74 Mitgliedern der größte legislative Ausschuss. Hierfür muss ich Sitzungen vorbereiten, Verhandlungen oder Vermittlungsverfahren leiten usw. Nebenbei beantworte ich Interviewfragen, tausche mich mit meinen Mitarbeitern über laufende Dossiers aus oder stimme Pressemitteilungen ab.

Es passieren immer Dinge, die unvorhersehbar sind. Es gibt also nicht ‚den’ normalen Alltag – aber eins kann ich sagen: spannend ist es immer.

SPD.de: Vielen Dank für das Gespräch.

 

 
 

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